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Dennis Eßer Haustechnik – Meisterbetrieb für Heizung und Sanitär
Heizung ausgefallen? Was Sie selbst prüfen können
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Heizungen23. August 2026·12 Min.

Heizung ausgefallen? Was Sie selbst prüfen können

Schnelle Selbsthilfe bei Heizungsausfall – und die klare Grenze, ab der nur der Fachbetrieb weiterhelfen darf.

Die Heizung fällt selten zu einem passenden Zeitpunkt aus. Meist passiert es abends, am Wochenende oder in der ersten richtig kalten Woche des Jahres. Bevor Sie den Notdienst rufen, lohnt sich ein kurzer, strukturierter Blick auf die Anlage: Ein Teil aller Störungen hat einfache Ursachen, die Sie selbst prüfen können.

Wichtig ist dabei die klare Trennung: Es gibt Punkte, die jeder Eigentümer oder Mieter gefahrlos kontrollieren kann – und es gibt Arbeiten, die ausschließlich ein Fachbetrieb ausführen darf. Diese Anleitung zeigt beides, in der richtigen Reihenfolge.

Sicherheit zuerst

Bei Gasgeruch, einem CO-Melder-Alarm, austretendem Wasser oder immer wieder auslösenden Sicherungen endet jede Selbsthilfe sofort. In diesen Fällen gilt: Gerät nicht weiter bedienen, Gebäude verlassen und im Gefahrfall die 112 rufen.

Der 60-Sekunden-Check

Heizung ausgefallen?

5 schnelle Schritte, die Sie selbst prüfen können

1

Stromversorgung prüfen

  • Heizungs-Display leuchtet?
  • Hauptschalter an?
  • Sicherung / FI-Schalter geprüft?
  • Kein Stromausfall?

Tipp: Ohne Strom läuft keine Heizung.

2

Wasserdruck kontrollieren

  • Manometer ablesen
  • Optimal: 1–2 bar (kalt)
  • Unter 1 bar? Zu niedrig!
  • Unter 0,5 bar? Anlage kann abschalten

Tipp: Bei zu wenig Druck kann laut Anleitung Wasser nachgefüllt werden.

3

Thermostat und Batterien

  • Batterie leer?
  • Temperatur richtig eingestellt?
  • Heizprogramm prüfen (Eco, Urlaub, Zeitplan)
  • Ventil am Heizkörper öffnet?

Tipp: Leere Batterie = kalter Heizkörper.

4

Brennstoffvorrat prüfen

  • Öltank: Füllstand prüfen
  • Pellets: Vorrat kontrollieren
  • Gas: Versorgungsstörung in der Region?

Tipp: Kein Brennstoff = keine Wärme.

5

Fehlermeldung notieren

  • Fehlercode notieren oder fotografieren
  • Hersteller & Modell aufschreiben
  • Wann ist der Fehler aufgetreten?

Tipp: Diese Infos helfen dem Fachbetrieb bei der schnellen Lösung.

Wann reicht Selbsthilfe nicht?

Gasgeruch?

Sofort lüften, Gebäude verlassen und Notruf wählen.

CO-Melder alarmiert?

Gebäude verlassen und 112 wählen.

Wasser tritt aus?

Hauptwasserhahn schließen und Fachbetrieb rufen.

Sicherung fliegt immer wieder?

Nicht weiter probieren – Fachbetrieb rufen.

Wichtig: Bei Unsicherheit oder wiederkehrenden Störungen immer einen Fachbetrieb kontaktieren.

Schritt 1: Stromversorgung prüfen

Ohne Strom läuft keine moderne Heizungsanlage – auch keine Gas- oder Ölheizung. Regelung, Pumpe und Zündung brauchen Spannung. Ein unbemerkt ausgelöster Sicherungsautomat ist eine der häufigsten und harmlosesten Ursachen für einen kompletten Heizungsausfall.

  • Display der Heizung: Leuchtet oder reagiert die Anzeige überhaupt?
  • Hauptschalter: Steht der Schalter an der Anlage oder an der Wand auf „Ein“?
  • Sicherung: Ist der zuständige Sicherungsautomat im Verteilerkasten gefallen?
  • FI-Schalter: Hat der Fehlerstromschutzschalter ausgelöst?
  • Stromausfall: Funktionieren andere Geräte im Haus normal?

Wenn die Sicherung erneut auslöst

Einmal zurücksetzen ist in Ordnung. Fällt die Sicherung sofort oder wiederholt wieder heraus, liegt ein elektrischer Fehler vor. Dann nicht weiter probieren, sondern einen Fachbetrieb beauftragen.

Schritt 2: Wasserdruck kontrollieren

Zu niedriger Wasserdruck ist die zweite typische Ursache. Viele Anlagen schalten aus Sicherheitsgründen ab, wenn der Druck unter einen Grenzwert fällt. Am Manometer der Heizung lässt sich der Wert in wenigen Sekunden ablesen.

Wasserdruck richtig einordnen (kalte Anlage)

Anzeige am ManometerBedeutungWas zu tun ist
1,0 – 2,0 barNormalbereichAlles in Ordnung – Druck notieren
0,5 – 1,0 barZu niedrigNach Herstelleranleitung Wasser nachfüllen
unter 0,5 barKritischAnlage kann abschalten – Druck prüfen und Ursache klären
über 2,5 barZu hochFachbetrieb prüfen lassen (Ausdehnungsgefäß, Nachspeisung)

Der Sollwert hängt von Gebäudehöhe und Anlage ab und steht in der Bedienungsanleitung. Nachfüllen sollten Sie nur, wenn die Anleitung das ausdrücklich vorsieht und Sie den Füllhahn eindeutig identifizieren können. Nach dem Nachfüllen die Heizkörper entlüften und den Druck erneut prüfen.

Ursachenübersicht

Warum verliert die Heizung Druck?

Die häufigsten Ursachen für Druckverlust im Heizsystem

Merksatz

Einmal Wasser nachfüllen kann normal sein – ständig Wasser nachfüllen ist es nicht.

1

Entlüften von Heizkörpern

Beim Entlüften entweicht nicht nur Luft, sondern auch etwas Wasser.

2

Undichte Stellen

Undichte Verschraubungen, Ventile oder Rohrverbindungen lassen Wasser entweichen.

3

Fußbodenheizung

Mikroleckagen sind schwer zu erkennen und führen oft zu Druckverlust.

4

Sicherheitsventil

Tropft das Sicherheitsventil, verliert die Heizung langsam Wasser.

5

Defektes Ausdehnungsgefäß

Ist die Membran beschädigt oder der Vordruck falsch, kann Druck verloren gehen.

6

Verteiler / Anschlüsse

Undichte Heizkreisverteiler oder Anschlüsse können ebenfalls Wasserverlust verursachen.

Was Sie selbst tun können

  • Wasserdruck regelmäßig kontrollieren (1–2 bar kalt)
  • Heizkörper korrekt entlüften
  • Sichtbare undichte Stellen prüfen

Wann zum Fachbetrieb?

  • Druck fällt ständig ab
  • Wasser tritt aus der Anlage aus
  • Ursache ist nicht erkennbar

Wichtig bei wiederkehrendem Druckverlust

Sinkt der Druck regelmäßig oder innerhalb weniger Tage deutlich ab, sollte ein Fachbetrieb die Ursache finden und beheben. Ein jährlicher Heizungs-Check beugt Problemen und hohen Kosten vor.

Achtung: Arbeiten an Gasarmaturen, Brenner, Elektrik oder Sicherheitsventilen immer dem Fachbetrieb überlassen.

Einmal Wasser nachfüllen kann normal sein. Ständig Wasser nachfüllen ist ein Warnsignal.

Schritt 3: Thermostat, Einstellungen und Batterien

Nicht jeder kalte Heizkörper bedeutet einen Defekt der Heizung. Sehr häufig liegt es an Einstellungen oder an einem elektronischen Thermostat mit leeren Batterien – das Ventil bleibt dann einfach geschlossen.

  • Batterien: Bei elektronischen Thermostaten und Raumreglern zuerst die Batterien tauschen
  • Solltemperatur: Ist am Regler tatsächlich eine ausreichende Temperatur eingestellt?
  • Betriebsart: Steht die Anlage im Sommer-, Eco- oder Urlaubsmodus?
  • Zeitprogramm: Passt das Heizprogramm noch zur aktuellen Nutzung?
  • Ventil: Lässt sich der Thermostatkopf abnehmen und der Stift frei bewegen? Ein festsitzender Stift ist ein Fall für den Fachbetrieb

Schritt 4: Brennstoffvorrat prüfen

Bei Öl- und Pelletheizungen ist ein leerer Vorrat eine sehr häufige, aber leicht zu prüfende Ursache. Bei Gasheizungen kann in seltenen Fällen eine Versorgungsstörung im Netz vorliegen – darüber informiert der Netzbetreiber.

  • Ölheizung: Füllstand am Tank ablesen, Absperrhähne in der Leitung prüfen
  • Pelletheizung: Vorratsbehälter und Lagerraum kontrollieren, Förderschnecke auf Blockade prüfen
  • Gasheizung: Gasabsperrhahn geöffnet? Störungsmeldungen des Netzbetreibers prüfen

Schritt 5: Fehlermeldung dokumentieren

Moderne Anlagen zeigen Störungen als Fehlercode an. Diese Information ist für den Fachbetrieb Gold wert: Sie verkürzt die Diagnose und damit die Arbeitszeit, die Sie bezahlen.

  1. 1Fehlercode notieren oder besser fotografieren
  2. 2Hersteller, Modell und Baujahr der Anlage aufschreiben
  3. 3Uhrzeit und Umstände festhalten: Wann trat der Fehler auf, was war vorher?
  4. 4Aktuellen Wasserdruck notieren
  5. 5Bereits durchgeführte Prüfschritte auflisten

Reset – aber nur einmal

Viele Anlagen lassen sich über eine Reset- oder Entstörtaste zurücksetzen. Ein einzelner Versuch ist üblich. Kehrt die Störung zurück, darf nicht wiederholt entstört werden – insbesondere bei Brennerstörungen kann das gefährlich sein.

Kalter Heizkörper: Was das Wärmebild verrät

Wie ein Heizkörper warm wird, sagt viel über die Ursache aus. Die folgende Übersicht ordnet die typischen Muster ein und zeigt, was Sie selbst tun können.

Wärmebild-Diagnose

Kalter Heizkörper? Was bedeutet welches Wärmebild?

So erkennen Sie die Ursache – und was Sie tun können

1

Oben kalt, unten warm

Mögliche Ursache

Luft im Heizkörper.

Was Sie tun können

Heizkörper entlüften. Danach Wasserdruck prüfen.

2

Oben warm, unten kalt

Mögliche Ursache

Verschlammung oder fehlender Durchfluss.

Was Sie tun können

Heizkörperventil aufdrehen. Bleibt das Problem: Fachbetrieb beauftragen.

3

Komplett kalt

Mögliche Ursache

Kein Heizwasser im Heizkörper (Ventil zu oder Durchfluss blockiert).

Was Sie tun können

Thermostatventil vollständig öffnen. Bleibt er kalt: Fachbetrieb kontaktieren.

4

Nur ein Heizkörper kalt

Mögliche Ursache

Problem am einzelnen Heizkörper: Ventil, Luft oder Blockade.

Was Sie tun können

Erst entlüften, dann Ventil prüfen. Hilft es nicht: Fachbetrieb rufen.

5

Alle Heizkörper kalt

Mögliche Ursache

Zentrale Störung: Druck, Pumpe, Brenner, Regelung, Strom oder Brennstoff.

Was Sie tun können

5-Punkte-Checkliste prüfen. Bleibt die Heizung aus: Fachbetrieb kontaktieren.

Wasserdruck prüfen

Optimal 1–2 bar im kalten Zustand

Heizung warten lassen

Beugt Problemen vor und spart Heizkosten

Richtig lüften

Kurz stoßlüften statt dauerhaft kippen

Fehlermeldung notieren

Foto machen und für den Fachbetrieb bereithalten

Bei Gasgeruch, CO-Alarm oder Wasseraustritt: Heizung nicht selbst reparieren – sofort Fachbetrieb oder im Gefahrfall 112.

Wo die Selbsthilfe endet

Die Grenze zwischen eigener Prüfung und Fachbetrieb ist keine Frage der Geschicklichkeit, sondern der Sicherheit und der rechtlichen Zuständigkeit. Arbeiten an Gas führenden Bauteilen, an der Verbrennung und an der internen Elektrik gehören ausschließlich in fachkundige Hände.

Zuständigkeiten

Selbst prüfen oder Fachbetrieb?

Wann Sie selbst aktiv werden können – und wann besser nicht

Selbst prüfen – das können Sie tun

  • Strom & Sicherungen

    Heizungsanlage hat Strom? Sicherung / FI-Schalter prüfen.

  • Heizungsdruck ablesen

    Manometer prüfen. Sollwert meist 1–2 bar (kalt).

  • Thermostate & Einstellungen

    Temperatur, Zeitprogramm, Batterien und Modus (z. B. Eco, Urlaub) prüfen.

  • Brennstoffvorrat kontrollieren

    Öltank / Pelletlager / bekannte Gas-Versorgungsstörung prüfen.

  • Fehlermeldung dokumentieren

    Fehlercode fotografieren, Hersteller, Modell, Druck und Uhrzeit notieren.

Fachbetrieb rufen – nicht selbst anfassen

  • Arbeiten an Gasarmaturen

    Gasventile, Verschraubungen oder Leitungen – lebensgefährlich! Nur vom Fachmann.

  • Brenner, Zündung, Gasventil

    Einstellungen, Reinigung oder Reparaturen am Brenner immer dem Fachbetrieb überlassen.

  • Elektrische Bauteile öffnen

    Regelungen, Platinen, Pumpen oder interne Elektrik nicht selbst öffnen.

  • Wasserverlust / Undichtigkeiten

    Bei austretendem Wasser, ständig fallendem Druck oder nassen Stellen sofort Fachbetrieb.

  • Wiederkehrende Störungen

    Fehler kommt immer wieder? Ursache muss fachgerecht gefunden und behoben werden.

Bei diesen Anzeichen sofort Fachbetrieb oder Notdienst rufen

GasgeruchCO-Melder-AlarmWasser tritt ausFrostgefahr / starker FrostSicherung fliegt wieder rausHeizung bleibt trotz aller Checks aus

Im Zweifel lieber einmal zu viel den Fachbetrieb fragen als ein Risiko eingehen.

Selbst prüfen ist unproblematisch

  • Anzeigen, Display und Fehlercode ablesen
  • Sicherung und Hauptschalter kontrollieren
  • Wasserdruck am Manometer prüfen
  • Thermostate, Batterien und Zeitprogramme prüfen
  • Brennstoffvorrat kontrollieren

Nur der Fachbetrieb

  • Alle Arbeiten an Gasleitungen und Gasarmaturen
  • Brenner, Zündung, Abgasanlage
  • Öffnen von Regelung, Platine oder Pumpengehäuse
  • Sicherheitsventil und Ausdehnungsgefäß
  • Undichtigkeiten und wiederkehrende Störungen

Gasgeruch und CO-Alarm: sofort richtig handeln

Zwei Situationen haben Vorrang vor jeder Fehlersuche. Bei Gasgeruch besteht Explosionsgefahr, bei Kohlenmonoxid Lebensgefahr durch ein Gas, das man weder sieht noch riecht. Beides erfordert sofortiges, ruhiges Handeln nach festen Regeln.

Gefahrensituation

Gasgeruch oder CO-Alarm? Sofort richtig handeln!

Hier endet jede Selbsthilfe – diese Schritte gelten sofort

Gasgeruch – was tun?

Gas ist gefährlich – keine Zeit verlieren!

  1. 1

    Keine Schalter betätigen

    Kein Licht ein-/ausschalten, keine Elektrogeräte benutzen.

  2. 2

    Kein Feuer, nicht rauchen

    Keine Flammen, Funken oder Zigaretten.

  3. 3

    Keine Stecker ziehen

    Keine Stecker ein- oder ausstecken.

  4. 4

    Lüften

    Fenster und Türen weit öffnen, wenn gefahrlos möglich.

  5. 5

    Gaszufuhr schließen

    Wenn gefahrlos möglich, Gashahn schließen.

  6. 6

    Gebäude verlassen

    Alle Personen warnen und das Gebäude verlassen.

Von außen Hilfe rufen!

Erst von außerhalb des Gebäudes den Bereitschaftsdienst des Gasnetzbetreibers oder die Feuerwehr (112) informieren.

CO-Alarm – was tun?

Kohlenmonoxid ist unsichtbar, geruchlos, tödlich!

  1. 1

    Sofort raus!

    Gebäude oder Wohnung sofort verlassen und alle Personen mitnehmen.

  2. 2

    Notruf 112 wählen

    Rettungsdienst / Feuerwehr rufen. Nicht nach der Ursache suchen!

  3. 3

    Türen & Fenster öffnen

    Wenn gefahrlos möglich, für Durchzug sorgen.

  4. 4

    Andere Wohnungen warnen

    Nachbarn informieren.

  5. 5

    Nicht zurückgehen

    Erst wenn Feuerwehr oder Fachmann grünes Licht gibt.

Mögliche Symptome

KopfschmerzenSchwindelÜbelkeitMüdigkeitVerwirrungAtemnotBewusstlosigkeit

Wie CO entsteht

Unvollständige Verbrennung, blockierte Abgaswege, zu wenig Luft

Jährliche Wartung

Heizungs- und Abgasanlage regelmäßig prüfen lassen

CO-Melder

Sinnvolle Sicherheitsmaßnahme – regelmäßig testen

Besonders wichtig

Räume mit Gasgeräten, Kaminen oder Holzöfen

Im Zweifel immer: Sicherheit geht vor – lieber einmal zu viel Hilfe holen als zu wenig.

Kohlenmonoxid ernst nehmen

Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder auffällige Müdigkeit mehrerer Personen im selben Raum sind Warnzeichen. Verlassen Sie das Gebäude, rufen Sie 112 und suchen Sie nicht selbst nach der Ursache.

Was ein Notdienst 2026 kostet

Ein Notdiensteinsatz ist teurer als ein regulärer Termin – nicht wegen des Materials, sondern wegen der Zuschläge auf die Arbeitszeit außerhalb der Geschäftszeiten. Wer die Struktur kennt, kann die Rechnung einordnen und am Telefon die richtigen Fragen stellen.

Kostenorientierung 2026

Was kostet ein Heizungsnotdienst 2026?

Diese Kosten können auf Sie zukommen – je nach Uhrzeit und Aufwand

Zuschläge nach Zeitpunkt

Auf den Arbeitslohn und lohnabhängige Kosten

Normalzeit

Mo–Fr 7–17 Uhr

0 %

Kein Zuschlag

Abend

17–22 Uhr

+ 50 %

Zuschlag auf Arbeitszeit

Nacht

22–7 Uhr

+ 100 %

Zuschlag auf Arbeitszeit

Wochenende & Feiertage

Sa, So, Feiertag

+ 50–100 %

Zuschlag auf Arbeitszeit

Die Zuschläge gelten nur auf Arbeitslohn und lohnabhängige Kosten, nicht automatisch auf Material oder Ersatzteile.

Beispielrechnung – Notdienst-Einsatz

Sonntag, 22:30 Uhr

PositionBetrag (€)
  • Anfahrtspauschale79,00
  • Arbeitszeit Monteur (1,5 h à 80,00 €)120,00
  • Zuschlag Nacht / Sonntag 100 % (auf Arbeitszeit)120,00
  • Ersatzteil (Umwälzpumpe)280,00
  • Kleinmaterial / Verbrauchsmaterial15,00
Gesamtbetrag (brutto)614,00 €

Tipp: Preise können je nach Region und Betrieb abweichen. Fragen Sie am Telefon nach den genauen Kosten.

Anfahrt

Entfernung und Tageszeit

Zeitpunkt

Abend, Nacht, Wochenende oder Feiertag

Aufwand

Dauer und Schwierigkeit der Reparatur

Ersatzteile

Art und Preis der benötigten Teile

Diese Fragen sollten Sie stellen

  1. 1Wie hoch ist die Anfahrtspauschale in meiner Region?
  2. 2Wie hoch ist der Stundensatz in Normalzeit?
  3. 3Welche Zuschläge gelten außerhalb der Geschäftszeiten?
  4. 4Können Sie einen ungefähren Kostenrahmen nennen?
  5. 5Wer führt den Einsatz aus (Firma / Ort)?

Alle Werte sind grobe Orientierungswerte und keine verbindliche Preisliste – jeder Betrieb kalkuliert unterschiedlich.

Alle genannten Beträge sind Orientierungswerte für 2026 und keine verbindliche Preisliste. Anfahrt, Stundensatz und Zuschläge unterscheiden sich je nach Region, Betrieb und Aufwand. Fragen Sie beim Anruf nach Anfahrtspauschale, Stundensatz und geltenden Zuschlägen.

Bevor Sie anrufen: diese Angaben bereithalten

  • Adresse und Erreichbarkeit: Wo steht die Anlage, wie kommt der Monteur hin?
  • Anlagendaten: Hersteller, Modell, ungefähres Baujahr
  • Fehlerbild: Fehlercode, Wasserdruck, seit wann besteht die Störung?
  • Bereits geprüft: Welche Schritte haben Sie selbst kontrolliert?
  • Dringlichkeit: Frostgefahr, Kleinkinder oder pflegebedürftige Personen im Haus?

Notfall abwenden: Frostschutz und Übergangslösungen

  • Wärme halten: Türen zu unbeheizten Räumen schließen, Rollläden nachts herunterlassen
  • Frostgefahr senken: Bei starkem Frost kritische Räume im Auge behalten, Kellerfenster schließen
  • Elektroheizer nur kurzzeitig: Immer beaufsichtigt, nie über Mehrfachstecker, Stromkreis nicht überlasten
  • Nie improvisieren: Keine Gaskocher, Grills oder offenen Flammen zum Heizen – akute CO-Gefahr

So verhindern Sie den nächsten Ausfall

  • Jährliche Wartung: Prüft Verbrennung, Sicherheit und Verschleißteile, bevor sie ausfallen
  • Druck im Blick behalten: Zweimal pro Heizperiode das Manometer ablesen und notieren
  • Hydraulischer Abgleich: Sorgt für gleichmäßige Wärme und weniger Störungen
  • Verschleißteile rechtzeitig tauschen: Pumpe, Ausdehnungsgefäß und Sensoren haben eine begrenzte Lebensdauer
  • CO-Melder installieren: In Räumen mit Gasgeräten, Kaminen oder Öfen eine sinnvolle Ergänzung
Die meisten Notdiensteinsätze im Winter hätten sich mit einer regelmäßigen Wartung vermeiden lassen.

Häufige Fragen zum Heizungsausfall

Was prüfe ich zuerst, wenn die Heizung ausfällt?

In dieser Reihenfolge: Stromversorgung und Sicherung, Wasserdruck am Manometer, Thermostat und Einstellungen, Brennstoffvorrat und zuletzt die Fehlermeldung im Display. Diese fünf Punkte dauern zusammen unter zwei Minuten.

Welcher Wasserdruck ist bei der Heizung normal?

Bei kalter Anlage liegt der Wert in den meisten Ein- und Zweifamilienhäusern zwischen 1,0 und 2,0 bar. Der genaue Sollwert hängt von Gebäudehöhe und Anlage ab und steht in der Bedienungsanleitung.

Darf ich selbst Heizungswasser nachfüllen?

Wenn die Bedienungsanleitung das vorsieht und der Füllhahn klar erkennbar ist, ist Nachfüllen in kleinen Mengen üblich. Muss regelmäßig nachgefüllt werden, liegt eine Undichtigkeit oder ein Defekt vor – dann gehört die Ursache in fachkundige Hände.

Wie oft darf ich die Heizung entstören oder zurücksetzen?

Ein einzelner Reset-Versuch ist üblich. Kommt die Störung zurück, sollte nicht wiederholt entstört werden. Besonders bei Brennerstörungen kann mehrfaches Entstören gefährlich sein.

Warum wird ein Heizkörper oben kalt und unten warm?

Das ist das typische Bild für Luft im Heizkörper. Nach dem Entlüften wird die Fläche wieder gleichmäßig warm. Anschließend den Wasserdruck kontrollieren, weil er beim Entlüften sinkt.

Was kostet ein Heizungsnotdienst?

Zu Anfahrt und Arbeitszeit kommen Zuschläge auf den Arbeitslohn: abends häufig etwa 50 Prozent, nachts bis 100 Prozent, an Wochenenden und Feiertagen 50 bis 100 Prozent. Ein Nachteinsatz mit Ersatzteil kann so schnell im mittleren dreistelligen Bereich liegen. Die Werte sind Orientierungswerte und unterscheiden sich je Betrieb und Region.

Wann muss ich sofort den Notdienst rufen?

Bei Gasgeruch, CO-Alarm, austretendem Wasser, wiederholt auslösender Sicherung, akuter Frostgefahr oder wenn die Heizung nach allen Prüfschritten kalt bleibt – besonders wenn Kinder, ältere oder pflegebedürftige Personen im Haus sind.

Wer zahlt den Notdienst in einer Mietwohnung?

Grundsätzlich trägt der Vermieter die Kosten für Reparaturen an der Heizungsanlage. Mieter sollten den Defekt unverzüglich melden und – außer bei Gefahr im Verzug – die Beauftragung mit dem Vermieter oder der Verwaltung abstimmen.

Notdienst im Raum Heinsberg und Mönchengladbach

Bleibt die Heizung trotz aller Prüfschritte kalt, melden Sie sich mit Fehlercode, Wasserdruck und Anlagendaten bei uns. So können wir die Störung schneller einordnen und den Einsatz gezielt vorbereiten.

D

Autor: Dennis Eßer

Meisterbetrieb Eßer

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